Archiv der Kategorie '04-2012'

Kundgebung und Infoveranstaltung

Nach­dem im April 2012 vier Per­so­nen in der Wei­ma­rer Po­li­zei­in­spek­ti­on miss­han­delt wur­den und eine in­ter­ne Er­mitt­lung gegen die be­tei­lig­ten Be­am­ten An­fang die­ses Jah­res ein­ge­stellt wurde (siehe hier und hier), ste­hen nun die vier Be­trof­fe­nen selbst vor Ge­richt – ihnen wird „Wi­der­stand gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te“ und „Vor­täu­schen einer Straf­tat“ vor­ge­wor­fen. Weil wir dies für einen Skan­dal hal­ten und uns so­li­da­risch mit den Be­trof­fe­nen zei­gen, ruft die So­li­grup­pe „Wei­mar im April“ am ers­ten Pro­zess­tag zu einer Kund­ge­bung vor dem Wei­ma­rer Amts­ge­richt auf!

Di 27.08. – Informations- und Mobiveranstaltung 19:00 Uhr im „Infoladen“ in Jena (Schillergäßchen 5)
Mi 28.08. – Informations- und Mobiveranstaltung 19:00 Uhr im „Mon Ami“ (Goetheplatz 11)
Fr 30.08. – Kundgebung am Weimarer Amtsgericht ab 9:00 Uhr (Ecke Ernst-Kohl-Straße / Carl-von-Ossietzky-Straße)

Pressemitteilung der Soligruppe

Solidarität mit den Betroffenen von Polizeigewalt in Weimar!

Einen ausführlichen Bericht der Soligruppe „Weimar im April“ zu den Vorfällen von massiver Polizeigewalt im April 2012 gibt es zu lesen unter:

Solidarität mit den Betroffenen von Polizeigewalt in Weimar!

Soligruppe zur Polizeigewalt in Weimar

Um gegen die Vorfälle im April 2012 politisch und solidarisch aktiv zu werden, hat sich eine Gruppe von UnterstützerInnen gegründet.

http://wia.blogsport.de

Die Rote Hilfe Weimar unterstützt die Arbeit der Soligruppe und bittet um Verbreitung!

Zur Polizeigewalt in Weimar

Am Donnerstag, den 19.04.2012, wurden am späten Abend in Weimar vier Menschen Opfer von erheblicher institutioneller sowie persönlicher Gewalt, die von Polizistinnen und Polizisten der örtlichen ,,Wache“ bis in die Morgenstunden ausgeübt wurde.
Unmittelbar vor ihrer Wohnung hielten gegen ein Uhr nachts zwei Polizeiwagen, in die die betroffenen Personen unter Anwendung von Schlägen jedoch ohne Angabe von Gründen hineingezwungen wurden. Die ersten Schreie fielen.
Auf dem Revier wurden sie getrennt und es folgte der Zwang sich auszuziehen, zwei von ihnen bis auf die Haut, was wiederum handgreiflich geschah. Es wurde an den Haaren gezogen, Piercings mussten abgenommen werden
und teilweise zerrten Beamte diese einfach heraus. Dazu drangen die Schreie von anderen Personen der Gruppe zu den jeweils Einzelnen, die mehr und mehr in Angst und Schrecken versetzt wurden…

Der ganze Text .

Die Gewalt und ihre Grenzen

Ein Bericht über einige Vorfällen in Weimar
(Ein Text von Corinna Hauhechel)

Gewalt, Sadismus, Bandenwesen und Willkür der Stärkeren sind nicht das ganz Andere zum Rechtsstaat, gegen das Recht und Gesetz einfach regulativ in Stellung zu bringen sind. Dass dies so scheinen kann, liegt daran, dass diese Phänomene an Orten stattfinden, die oftmals kaum sichtbar sind. Jede Rechtsstaatlichkeit und die dazugehörige Zurichtung der Individuen zu Rechtssubjekten basiert auf Gewalt ­ eine Banalität, die nicht ausgesprochen werden müsste, wenn es nicht so große Unterschiede in der Art und Weise geben würde, wie Menschen aufgrund unterschiedlicher Stellungen in der Gesellschaft von dieser Gewalt betroffen sind. Denn die Tatsache, dass die Zurücknahme unmittelbarer Gewalt in die Vermittlung der Institutionen nicht ohne eine gewisse alltägliche Konformität zu haben ist, macht die andere Tatsache unsichtbar, dass es keine Gewaltpotenz geben kann, ohne dass diese immer wieder umschlägt in ihren tatsächlichen Vollzug…

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